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Hyperaktivität 
- warum Ritalin keine Lösung ist
von Barbara Simonsohn
Autorin zahlreicher gesundheitsspezifischer Fachbücher

Beethoven, Einstein und Edison galten in ihrer Jugend als hoffnungslose Fälle, und auch Mozart und Churchill sollen hyperaktive Kinder mit labilem Gemüt und Neigung zu Wutanfällen gewesen sein. Vielleicht hätte sich ihr Genie nie entfalten können, wenn sie, wie viele "schwierige" Kinder heute, mit Psychopharmaka wie Ritalin ruhiggestellt worden wären. Haben wirklich alle diese Kinder Lernstörungen, oder sind sie gar "krank", wie Ärzte es ihren Eltern weismachen wollen, oder ist eine Gesellschaft "krank", die mit ihren Kindern, ihrer Zukunft, so umgeht?
Fast eine Million Kinder haben ADS!
In Deutschland haben fast eine Million Kinder Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne Hyperaktivität (ADS), davon sind 80 Prozent Jungen. Kinder mit ADS sind vergesslich, stören den Unterricht, haben starke Stimmungsschwankungen, besitzen nur eine geringe Frustrationstoleranz, streiten sich oft, sie neigen zu Unfällen und impulsivem Verhalten, sie können sich schwer konzentrieren und sind leicht ablenkbar, sie haben Schwierigkeiten, Aufgaben zu Ende zu führen, und neigen manchmal zu Wutanfällen und Gewalt gegen Personen und Sachen. Verständlich, dass diese Kinder Schulprobleme haben und oft sozial isoliert sind.

Ritalin - auch bei uns ein "Renner"!
Immer mehr dieser Kinder bekommen das Psychopharmakon Ritalin verschrieben. In den USA schlucken bereits 8 Millionen Kinder plus 1 Million Erwachsene dieses Medikament. Auch bei uns wird immer mehr Ritalin verschrieben. In Schleswig-Holstein, als Beispiel, verdoppelte sich die Zahl der Ritalin-Verschreibungen in den letzten 2 Jahren. 1989 wurde bei uns 58 300 mal Ritalin verschrieben, 1996 bereits 445 300 mal. Während in Deutschland
1993 34 Kilo Ritalin verbraucht wurden, waren es im Jahr 2000 463 Kilo, eine Steigerung im Vergleich zu 1999 um 91 Prozent.

Ritalin, ein Medikament mit gravierenden Nebenwirkungen
Ritalin führt bei vielen Kindern zu Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Wachstumsstörungen. Es handelt sich um ein Amphetamin mit hohem Suchtpotential, deshalb fällt es unter das Betäubungsmittelgesetz. Das Gehirn wird geringer durchblutet, die Rezeptoren von Neurotransmittern zerstört. Bei Kindern, die Ritalin nehmen, kann es zu Herz-Rhytmusstörungen, Tics, Depressionen und aggressivem sowie zombiehaftem Verhalten kommen. Der Vorrat an Botenstoffen wie Dopamin und Noradrenalin wird vorzeitig erschöpft. Bei plötzlichem Absetzen besteht Suizidgefahr. Langzeitstudien fehlen.

ADS - ein Vitalstoffdefizit im Gehirn?
Der Vitalstoffgehalt in unseren Nahrungsmitteln ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Gleichzeitig essen immer mehr Kinder und Jugendliche Fast Food, Süßigkeiten und Fertiggerichte - "leere Kalorien - und immer weniger Obst und Gemüse. Zucker und mit raffiniertem Mehl zubereitete Nahrung wird zu schnell verstoffwechselt und kann zu Unterzuckerung führen. Symptome u.a.: Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Gereiztheit, Agressivität, Zittrigkeit und Unruhe. "Die Rolle einer vitalstoffreichen Ernährung ohne Allergene für Kinder mit ADS kann nicht überbetont werden." (Prof. Egger, München) In 90% aller Fällte konnte durch eine konsequente Umstellung auf Vollwerternährung eine wesentliche Besserung erreicht werden.
 

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